Über das Glioblastom

Das Glioblastom („Glioblastoma multiforme“) ist ein aggressiver und bösartiger Hirntumor, der sich vermutlich aus dem Stützgewebe des Gehirns, den Gliazellen, bildet. Zwar ist dies nicht gesichert, doch gehört das Glioblastom damit zu der Gruppe der sogenannten Gliome.  Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt das Glioblastom zum Grad 4 der Hirntumore, was dem höchsten Schweregrad bei Hirntumoren entspricht. Meistens teilen sich die Zellen sehr rasch, sodass es zu einem schnellen und aggressiven Wachstum kommen kann.

Verbreitung und Häufigkeit

  • In Europa erkranken jährlich etwa 22.000 Menschen an einem Glioblastom. Damit ist das Glioblastom der häufigste aggressive, hirneigene Tumor bei Erwachsenen.
  • Männer sind etwas häufiger von einem Glioblastom betroffen als Frauen (im Verhältnis 1,6 zu 1). Vornehmlich erkranken Menschen im Alter von 55 und 65 Jahren, es kann aber auch weitaus jüngere oder ältere Menschen treffen.
  • Bis dato kann man keine gesicherten Risikofaktoren für die Entstehung eines Glioblastom benennen. Häufiges Telefonieren gilt nicht als Risikofaktor, ebenso ist kein genetisches Risiko bekannt.

Symptome

Aufgrund der hohen Aggressivität kann sich ein Glioblastom innerhalb weniger Wochen entwickeln. Die Beschwerden, die mit einem Glioblastom einhergehen, können je nach Lokalisation ganz unterschiedlich sein. Folgende Symptome, insbesondere neurologische Beschwerden, treten dabei unter anderem auf:

  • Plötzliche epileptische Anfälle oder Kopfschmerzen
  • Lähmungserscheinungen
  • Seh- und/oder Sprachstörungen
  • Schwindelgefühle
  • Gedächtnisstörungen bzw. -Lücken
  • Veränderungen der Persönlichkeit

Diagnose

Ein Glioblastom kann an nur einer Stelle, aber auch an mehreren Stellen im Gehirn sichtbar sein. Denn die Tumorzellen wachsen unkontrolliert in das gesunde Gehirngewebe hinein. Deswegen spricht man auch von einem diffusen bzw. infiltrativen Wachstum. Bildgebende Untersuchungen spielen bei der Diagnostik eine entscheidende Rolle. Dazu zählen:

  • Computertomografie (CT)
  • Magnetresonanztomografie (MRT, Kernspintomografie)
  • Positronen-Emissions-Tomografie (PET)

Behandlung

Bei den meisten Patient*innen beginnt die Behandlung mit einem operativen Eingriff zur Entfernung eines möglichst großen Teils des Tumors, gefolgt von einer Kombination aus Bestrahlung, Chemotherapie und anderen Therapien wie Tumortherapiefeldern. Weitere Informationen findet Ihr hier.

In den letzten Jahren ist es gelungen, durch neue Forschung und neuartige Therapiemethoden die Behandlung der Erkrankungen und die Lebenserwartung positiv zu beeinflussen. Darüber wollen wir aufklären.