Dr. med. Sied Kebir

Stellvertretender Leiter der Abteilung Klinische Neuroonkologie an der Klinik für Neurologie der Universitätsmedizin Essen

1. Worauf sind Sie spezialisiert?
Ich habe mich auf die Neuroonkologie und hier insbesondere auf die Behandlung von gutartigen und bösartigen Tumoren des Gehirns, des Rückenmarks und ihrer Hüllen spezialisiert. Bei der Behandlung nutze ich personalisierte Therapieansätze, wie etwa die Next-Generation-Sequenzierung. Beim Therapie-Monitoring helfen mir unterstützend Methoden der künstlichen Intelligenz. Hier kommen auch erweiterte, non-invasive Techniken zur Tumorüberwachung (PET, erweiterte MR-Sequenzen) zum Einsatz.

2. Was motiviert Sie, bei Gemeinsam gegen Glioblastom mitzuwirken?
Häufig vermittelt die Diagnose eines bösartigen Hirntumors, dass man nichts mehr machen kann und aufgeben sollte. Es gibt allerdings fortwährend relevante Neuigkeiten zur Diagnose und Therapie, auf die man aufmerksam machen sollte, denn häufig kann man damit die Lebensqualität und Lebensdauer der Patient*innen relevant verbessern.
Ich möchte meinen Patient*innen daher Mut machen und ihnen dabei helfen, die richtige Therapie zu finden. Ich bin überzeugt davon, dass die Personalisierung der Therapie in der Behandlung von Hirntumoren stetig an Bedeutung gewinnen wird und dass frühzeitig nach individuell zugeschnittenen Therapieoptionen Ausschau gehalten werden sollte.

3. Welche Frage stellen Ihnen Glioblastom-Patient*innen am häufigsten?
Am häufigsten werde ich gefragt, ob man therapeutisch etwas Sinnvolles gegen das Glioblastom unternehmen kann. In den allermeisten Fällen kann man die Frage mit ja beantworten.

4. Was bereitet Ihnen am meisten Freude an der Arbeit mit Patient*innen?
Mir bereitet es viel Freude zu sehen, wenn Patient*innen sich nicht allein gelassen fühlen, sondern einen vertrauensvollen Ansprechpartner haben und sich trotz dieser Erkrankung eine gute Lebensqualität erhalten können.

5. Was raten Sie Patient*innen, die gerade erst die Diagnose Glioblastom erhalten haben?
Nach der ersten Diagnose ist eine seriöse Beratung durch ein auf die Erkrankung spezialisiertes und erfahrenes Team besonders wichtig, um Patient*innen möglichst umfassend zu informieren und sinnvolle Therapiestrategien aufzuzeigen.

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